Sonntag

Heute war die Stadt wie ausgestorben. Kein einziges Geschäft hatte offen, also blieben wir bei dem schlechten Wetter zu Hause. Manche machten Hausaufgaben, manche fingen gleich vor dem M Mittag an zu trinken und andere lasen ein Buch.

Abends haben wir durch Zufall mitbekommen, dass in einer Disco etwas los ist. Also machten wir uns schick und stiefelten los. Die Disco war nur 5 min. Fußweg entfernt. Als wir um 23 Uhr ankamen war die Stimmung ziemlich gut und viele waren auf der Tanzfläche und schon gut angetrunken. Wir bestellten uns erstmal was zu trinken, umgerechnet hat ein Bier 2 € gekostet. Wir feierten, haben getanzt und ein bisschen getrunken. Um 2.15 Uhr wurde die Tanzfläche ziemlich leer und um 2.30 Uhr wurden wir dann rausgeschmissen. Also gingen wir nach Hause und ich ging schlafen, andere tranken noch ein Bier.

26.4.09 23:14, kommentieren

Samstag

Wir fuhren 1 Stunde nach Kazimierza, einer kleinen, alten Stadt. Das erste was wir dort machten war auf einen Berg hoch zu gehen. Es folgten gefühlte dreitausend Treppenstufen und ein schöner Ausblick auf die Stadt. Nun ging es wieder runter. Um kurz darauf wieder hoch zugehen. Um den gleichen Ausblick von einem zu erhalten. Weiter ging es zu einer Ruine von einer kleinen Burg.

Danach gingen wir in eine Kirche und hörten uns ein polnischen Gottesdienst an und wurden gesegnet.

Wir fuhren ein kleines Stück weiter. An einem kleinen Platz hielten wir an um unser Mittag zu essen. Wir grillten. Das heißt unser Fahrer versuchte zu grillen. Anscheinend hatte er es noch nie gemacht. Folgendes tat er: Er legte ein bisschen Holzkohle in den Grill, dann ein paar kleine Stöcker um dann darauf eine dreiviertel Flasche Spiritus zu kippen. Nun zündete er es an um gleich darauf die entstandene Flamme aus zu pusten. Dann legte er das dreckige Grillrost und ein paar Würstchen drauf. Da die Holzkohle ja nicht brannte kippte er neben die Würstchen noch mehr Spiritus. Als wir dann Angst um unser Mittag hatten halfen wir ihm. Und zum Schluss bekamen wir sogar gut durch gegrillte Würstchen.

Abends räumte ich unser Zimmer auf und bügelte unsere Wäsche.

1 Kommentar 12.4.09 11:13, kommentieren

Freitag

Ein Tag zum ausschlafen. Das wurde auch gleich gut ausgenutzt. Ich war zwar schon um 9.30 Uhr wach war aber auch die einzige. Also hab ich in ruhe im Bett gefrühstückt, gelesen und im Internet gesurft. Um 11 Uhr war dann Anna wach und ging spazieren. 13.30 Uhr lag ich immer noch im Bett und Karo wurde auch langsam wach.

Ich stand dann endlich mal auf und machte mich fertig. Als Karo auch fertig war gingen wir mit ein paar Jungs von uns in die Altstadt um etwas zu essen. Die Wahl viel auf Pizza. Dann gingen wir noch ein bisschen einkaufen.

Dann hieß es komm wir gehen mal Wäsche waschen. Zum Glück waren die Waschmaschinen auf deutsch. Das erleichterte die Sache um einiges. Im Waschsalon verbrachten wir für 3 Maschinen dann zwei Stunden. Aber sie war sauber.


Zurück im Zimmer ging ich nochmal kurz ins Internet und machte mich dann schnell Bett fertig, da es am nächsten morgen hieß: 9 Uhr ist treffen.

12.4.09 11:11, kommentieren

Donnerstag

Majdanek. Ein KZ. Ein Ort zum trauern und nachdenken. In einer 4 Stündigen Führung wurden uns viele Fakten und Geschichten erzählt, Sachen und Bilder gezeigt, die einfach Unglaublich klingen und aussahen. In Majdanek sind über 500 ha Land bebaut wurden mit Baracken, erst nur für die Wachen und SS-Männer, dann für die Gefangenen. Ein Teil dieses Landes wurde in 6 Felder eingeteilt. Das erste für Frauen und Kinder und die weiteren wurden nach Herkunft und Anklage eingeteilt. Alle Gefangenen lebten bis 1943 unter Katastrophalen Bedingungen und ab ´43 wurden die Lebensumstände etwas verbessert weil die Sterberate zu hoch war und es zu wenig Arbeiter waren.


Heute kann man noch ca. ein drittel besichtigen. Es stehen noch 2 Gaskammern. Die erste bedeutete Tod und die Zweite überleben (was die Gefangenen natürlich nicht wussten). Dann schauten wir uns eine Baracke an wo Kleidung, Essbesteck, Puppen, alte Ausweise und Foto´s ausgestellt waren. Die nächste Baracke stellten die SS-Männer und ein Teil der Verstorbenen da. Eine Weitere Baracke war mit tauenden von alten Schuhen gefüllt. In zwei weiteren Baracken wurde das Leben in einer Baracke dargestellt.


Am Abend war Cosma mal wieder bei uns, mit Daniela einer Studentin die mal 4 Jahre deutsch gelernt hat. Daniela mag die deutsche Sprache und da sie gerne neues dazulernt haben wir ihr versucht ein wenig mehr deutsch beizubringen als den Satz den sie nur kannte : „Ich habe einen Papagei, der ist rot, blau und grün und braun.“.

12.4.09 11:10, kommentieren

Mittwoch

Heute ging es in den Untergrund. Lublin wurde früher nicht nur nach oben gebaut sondern auch nach unten. Wir gingen in einen Keller und bekamen einen Vortrag auf Englisch. Danach gingen wir im Untergrund umher wir waren von 9m bis ca. 30m unter der Erde.


Danach gingen wir zum Schloss und haben uns die 599 Jahre alten Wandmalereien angeschaut. Nun sind wir in den Innenhof gegangen um uns einen alten Brunnen anzuschauen.


Nach der kurzen Schloss-Besichtigung ging es auf einen polnischen Markt und von da aus auf einen russischen Markt. Danach sind wir etwas essen gegangen.


Anna und ich schauten uns noch eine Werbeagentur an, die kleine Werbefilmchen dreht und Internetauftritte organisiert.


Anna erhielt dann eine SMS wo wir von Cosma (einem Lehrer der Kunstschule) zu einem Grillabend einlud. Wir haben zugesagt und uns um 19.30 Uhr getroffen. Wir liefen und liefen und liefen. Insgesamt eine Dreiviertelstunde bis zu einem Neubau wo eine Wohnen sollte die wissen sollte wo das Grillen statt finden sollte. Nun gingen wir weiter, an einer Hauptstraße lang, dann in einen kleines Waldstück rein und einen Trampelpfad entlang. Nun kamen wir an einem Feld was halb abgebrannt war an. Die 3 Polen meinten wir sind da und begannen Feuerholz zu sammeln. Wir dachten sie wollen uns verarschen, weil wir dachten sie meinen mit grillen auf einem Grill mit Besteck und Teller Essen. Aber nein, das war falsch gedacht. Sie meinten ein Lagerfeuer und Wurst am Spieß.


Um ca. halb eins hatten die ersten von uns keine Lust mehr. Wir stellten uns auf einen langen Heimweg ein und wurden noch ein Stück nach Hause gebracht. Zu unserem erstaunen gingen wir ca. nur 15 min zurück, im Gegensatz zur Hintour die ca. 1 h bei einem schnellen Gang dauerte.

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Dienstag

Heute ging es zur privaten Kunstschule. Also fuhren wir das erste mal mit dem Bus. An sich ist es fast das gleiche wie in Deutschland nur drei Dinge sind unterschiedlich. 1. es gibt private und öffentliche, 2. man muss seine Fahrkarte nicht vorzeigen und 3. man muss nicht auf einen Halte-Knopf drücken da der Bus alleine bei allen anhält.

Als wir angekommen sind bei der Schule lernten wir den Direktor kennen. Er erzählte uns ein bisschen von der Schule und von dem Projekt das die 3 Leute machen können die dort für die nächsten 3 Wochen hingehen.

Dann lud er uns zu einem kleinen Essen ein. Es war ein Buffet ein. Dort war Pastete, Brot mit polnischer Wurst, Kekse, Bonbons und Schmalz.

Nun Stellte uns der Direktor den Betreuer für die 3 vor. Er hieß Cosma. Nun führte uns der Direktor durch die Schule. Es war beeindruckend, was sie alles für Möglichkeiten hatten. Von malen, zeichnen mit einer Staffelei, über Töpfern, Bildhauerei, Grafik-Design mit dem PC und noch vieles mehr. Als die Führung vorbei war gingen wir wieder zum Buffet und aßen noch ein kleines bisschen. Und erhielten die Möglichkeit uns freiwillig ein paar arbeiten von denen an zugucken. Dies Möglichkeit ergriff ich mit noch ein paar anderen. Also gingen wir an einen PC und schauten uns arbeiten von Ihnen an.

Am Ende kamen wir mit Cosma ins Gespräch, und er hat vorgeschlagen uns die Stadt zu zeigen. Und wir haben uns auch gleich für den Tag um 15 Uhr verabredet. Wir fuhren mit dem Bus zurück machten uns fertig und trafen uns dann mit Cosma und zwei andere Polen. Wir gingen in Galerien und Ausstellungen.

Zum Schluss gingen wir in die Altstadt und tranken in einem Irisch Pub eine heiße Schokolade. Wir redeten über alles Mögliche. Dabei verging die Zeit so schnell, dass wir wieder zum Hotel aufbrachen.

10.4.09 10:47, kommentieren

Montag - der zweite Tag

Wir trafen uns um 10.30 Uhr. Auf dem Plan stand ein 4h Stadtführung. Der erste Halt war an einer Bäckerei, weil wir noch nicht gefrühstückt hatten. Es ging weiter zum Campus, dann zur Mensa (dort können wir für ca. 4-5 Zlotti ( 4.3 zl = 1 € ) eine Warme Mahlzeit kriegen).

Weiter ging es zur Altstadt, vorbei an historischen Häusern und Denkmälern. Kurz vor der Altstadt erklang plötzlich Trompetenmusik. Wir schauten nach oben und da stand einer in einer roten Uniform und trompetete um Punkt 12 Uhr von einem großen Balkon.

Nun ging es erstmal Fahrkarten kaufen, damit wir diesen Monat legal mit den Bus fahren können. Wir kamen in einen stickigen Raum und saßen dort eine halbe Stunde. In der Zeit redete unsere Betreuerin mit dem Fahrkartenverkäufer. Dann endlich dachten wir das wir fertig waren, aber nein wir wurden alle einzeln noch Fotografiert mit einer Nummer die wir uns vor unserer Brust halten mussten. Nun hieß es das es noch eine Stunde dauert bis sie fertig sind also machten wir mit unserer Führung weiter.

Nun gingen wir in die Altstadt, die auf uns sehr beeindruckend wirkte. Dort war ein Kleiner Marktplatz, davon ab gingen eine breitere Straße und 3 kleine Gassen.

Als wir mit der Besichtigung fertig waren wurden wir von unserer Betreuerin zum Essen eingeladen. Die Vorspeise war eine Suppe aus Sauerkraut und fettigem Fleisch, dazu wurden kleine warme Brötchen gereicht. Die Hauptspieße war ein Schnitzel mit Salat und kleinen Klößen, die nicht nach Klöße schmeckten.

Dann holten wir unsere Fahrausweiße ab und gingen Richtung zu Hause. Auf dem Weg dorthin gingen wir in einen Polnischen Supermarkt, der mit Aldi Vergleichbar ist.

Abends tranken wir noch ein bisschen und schliefen dann schnell ein.

1 Kommentar 10.4.09 10:18, kommentieren